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Hotel- und Gaststätteneinrichtungen in Mitte

Mitte ist ein Bezirk in Berlin – wahrscheinlich auch der bekannteste, denn hier sind viele Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland angesiedelt. Der Bezirk wird oft mit dem Ortsteil Berlin Mitte gleichgesetzt. Der Ortsteil Mitte ist allerdings nur ein Teil des Bezirks Mitte. Den Bezirk gibt es in dieser Form erst seit dem Jahr 2001, und neben Friedrichshain-Kreuzberg ist Berlin Mitte heute der einzige Bezirk, der Teile des ehemaligen Westberlin und Ostberlin umfasst. Zu den Ortsteilen von Berlin Mitte gehören Mitte, Moabit, Wedding, Tiergarten, Gesundbrunnen und Hansaviertel. Dabei haben die Bezirke Mitte, Gesundbrunnen, Wedding und Moabit je 70- bis 90.000 Einwohner, Tiergarten (14.000) und Hansaviertel (5.500) sind deutlich kleiner.

Berlin Mitte ist in Berlin die Mitte – so einfach und treffend lässt sich die Charakteristik dieses Bezirks auf den Punkt bringen. Er ist auch von der offiziellen Nummerierung her der erste Bezirk der Hauptstadt. Im Bezirk Berlin Mitte liegen so bekannte Gebäude wie der Reichstag, das Brandenburger Tor und das neue Bundeskanzleramt. Mitte war früher die Wiege der Stadt Berlin, die mit der Reichsgründung im Jahr 1871 zur deutschen Hauptstadt wurde. Und heute, über 25 Jahre nach der deutschen Teilung, ist es nicht nur das Zentrum der Stadt, sondern auch das politische Zentrum Deutschlands. Wann immer sich etwas in der deutschen Politik bewegt, fällt auch der Name Berlin. Wichtige Gesetze werden vom Bundestag und Bundesrat beschlossen, die beide ihren Sitz in Berlin Mitte haben, und im Bundeskanzleramt wird die praktische Politik gemacht.

Vor fast 800 Jahren wurden zum ersten Mal die Orte Cölln und Berlin erwähnt. Die beiden Kaufmannssiedlungen auf beiden Seiten der Spree schlossen sich schon früh zusammen, und im 15. Jahrhundert befand sich hier die Residenzstadt der Hohenzollern. Bis zum Fall der Mauer fanden sich in Mitte die repräsentativen Bauten der DDR-Regierung. Dazu gehörte der Palast der Republik, der im Jahr 2006 abgerissen wurde. An dieser Stelle soll das Berliner Stadtschloss neu gebaut werden. Auch der Fernsehturm am Alexanderplatz, ein weithin sichtbares Symbol der Stadt, wurde zu Zeiten der DDR gebaut. Der Bezirk Mitte grenzt heute an die Ortsteile Moabit, Wedding, Tiergarten und Gesundbrunnen.

In Mitte befindet sich auch die Straße Unter den Linden, eine Prachtallee, die mit den Champs Elysees in Paris verglichen werden kann. Sie führt vom Brandenburger Tor bis zum Fernsehturm. Die Straße eignet sich hervorragend für einen Spaziergang, auf dem man wichtige Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt bewundern kann. Dazu gehören unter anderem das Hotel Adlon, die Humboldt-Universität, das Kommandantenhaus, die Museumsinsel, der Berliner Dom und die Staatsoper. Das Nikolaiviertel ist der historische Kern der Stadt – die Nikolaikirche aus dem Jahr 1230 ist das älteste erhaltene Bauwerk in Berlin. Der Alexanderplatz ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Hauptstadt. Hier ist auch der Fernsehturm, mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands. Zahlreiche große Kaufhäuser und kleine Geschäfte laden hier zum Shoppen ein.

Der Ortsteil Moabit ist eigentlich eine künstliche Insel, die von den Wasserstraßen Charlottenburger Verbindungskanal, Westhafenkanal, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und der Spree umflossen wird. Im Norden grenzt der Ortsteil Wedding an, im Osten der Ortsteil Mitte, Hansaviertel und Tiergarten im Süden. Unter anderem steht der Name Moabit auch für eines der bekanntesten Gefängnisse in Deutschland. Hier waren Ernst Thälmann, Wolfgang Borchert und Martin Niemöller inhaftiert. 2006 wurde in Moabit der Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Am ehemaligen Hamburger Bahnhof ist heute das Museum der Gegenwart. Und auch der eindrucksvolle Geschichtspark Zellengefängnis Moabit lädt alle Geschichtsinteressierte ein. Interessante Sehenswürdigkeiten in Moabit sind auch die Arminiushalle und der Stephankiez, ein gut erhaltenes Viertel aus der Gründerzeit.

Der Ortsteil Wedding war bis ins 18. Jahrhundert hinein kaum besiedelt. Doch als Berlin mit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert immer weiter wuchs, wurde auch der Wedding zu einem Teil der immer größer werdenden Stadt. Der Ortsteil gehörte während der Nachkriegszeit zum französischen Sektor der geteilten Stadt. Schon immer galt der Wedding in Berlin als Arbeiterviertel. Hier ist heute Sitz der Beuth Hochschule für Technik Berlin mit 11.000 Studierenden. Das Centre Français de Berlin in der Müllerstraße ist in Wedding seit den 1960er Jahren ansässig.

Gesundbrunnen – der Name des Ortsteils geht auf eine Quelle zurück, der heilende Eigenschaften nachgesagt wurden. 1748 wurde diese Quelle zum ersten Mal erwähnt. Kurze Zeit später errichtete Heinrich Wilhelm Behm am Gesundbrunnen eine Heil- und Badeanstalt. Weil Friedrich der Zweite die Untersuchung der Eigenschaften der eisenhaltigen Quelle nachhaltig unterstützte, wurde der Ortsteil Friedrichs Gesundbrunnen benannt. Die Berliner sagen zum Gesundbrunnen oft auch liebevoll „Plumpe”. Das ist die Berliner Bezeichnung für eine Wasserpumpe. Der Gesundbrunnen gilt historisch als eine der Keimzellen des Bezirks Wedding.

Der Ortsteil Tiergarten ist von der Größe her vergleichbar mit den Ortsteilen Mitte, Wedding, Moabit und Gesundbrunnen, doch leben hier nur 13.000 Einwohner. Dies liegt daran, dass ein großer Flächenanteil auf Parkanlagen entfällt. Der Zoologische Garten ist ein Teil dieser Parkanlagen. Er ist der älteste Zoo Deutschlands. Die Parkanlagen selbst teilen sich in den Großen Tiergarten, den Englischen Garten und den Zoologischen Garten auf, in der Mitte befindet sich die Siegessäule. Auch die bekannte Straße des 17. Juni zieht sich schnurgerade durch den Bezirk. Das Bundeskanzleramt und der Reichstag befinden sich auf dem Gebiet des Ortsteils. Im Ortsteil Tiergarten ist außerdem die Staatsbibliothek Berlin und das Bauhaus-Archiv Museum ansässig.

Schließlich das Hansaviertel: der flächenmäßig kleinste, aber gleichzeitig am dichtesten besiedelte Ortsteil von Berlin. 5.500 Einwohner leben hier auf einer Fläche von nur einem halben Quadratkilometer. Das Hansaviertel ist ein reines Wohnviertel, das in den späten 1950er Jahren gebaut wurde. Markant sind die sogenannten fünf Punkthäuser, die alle etwa gleich hoch sind. Das Hansaviertel gilt als Mustersiedlung und Schulbeispiel für den Bau von Wohnhäusern in der frühen Nachkriegszeit.